Drucker- und Verlegermarken | STA-Klasse (Q12894)

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Drucker- und Verlegermarken | STA-Klasse
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    Aussagen

    Drucker- und Verlegermarken bezeichnen die Werbe- und Herkunftsmarke von einem oder mehreren Buchdruckern, Druckerverlegern oder Verlegern und dienten der Identifikation, Repräsentation und dem Rechtsschutz. Als Druckgrafik sind Drucker- und Verlegermarken häufig bildliche oder symbolische Darstellungen, z. T. mit Wappen oder Motto. Drucker- und Verlegermarken befinden sich je nach Entstehungszeit überwiegend im Kolophon oder auf dem Titelblatt einer Druckschrift. 
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    STA-KL-DRUCKERMARKE
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    Die Druckermarke (auch: Druckersignet, Druckerzeichen) gilt als Vorläufer des modernen Verlagssignets und repräsentiert den Buchdrucker im Druckerzeugnis. Drucker- und Verlegermarken sind in ihrer Gestaltung in der Regel nicht voneinander zu unterscheiden insbesondere auf Grund der häufigen Personalunion von Drucker und Verleger in der Frühen Neuzeit. Druckermarken treten mit Beginn des Buchdrucks vor allem bis ins 18. Jahrhundert auf. 
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    Die Verlegermarke (auch: Verlagssignet) repräsentiert den Verleger bzw. Verlag eines Druckerzeugnisses. Bei den seit Ende des 19. Jahrhunderts auftretenden modernen Verlegermarken (Verlagssignete) handelt es sich häufig um stark vereinfachte und verkleinerte Firmenzeichen.
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    Normdatensätze werden nur für ausgabenspezifische Drucker- und Verlegermarken mit serieller Ausprägung angelegt, deren Merkmale Teil des Drucks sind. Für singulär auftretende Drucker- und Verlegermarken, die handschriftlich verändert wurden oder Benutzungsspuren aufweisen, werden keine eigenen Normdatensätze angelegt.
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    Nicht jeder Buchdrucker / Verleger führte eine Drucker- bzw. Verlegermarke, aber einige Buchdrucker / Verleger führten mehrere Marken, die sich in Motiv, Gestaltung, Format unterscheiden konnten. Für unterschiedliche Ausprägungen in Größe, Motiv und Gestaltung werden jeweils eigene Normdatensätze angelegt. Erfassen Sie auch einen neuen Normdatensatz, wenn am Druckstock nur kleine Veränderungen vorgenommen wurden (z. B. Veränderung der Initialen bei Kauf oder Erbe).
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    Als Urheber einer Marke gilt der Drucker bzw. Verleger. Drucker- bzw. Verlegermarken konnten vererbt, geteilt (Allianzzeichen), verkauft und angepasst oder auch imitiert werden, um vom Ruf des Urhebers zu profitieren. Vereinfachend wird hier nun der Akteur als Urheber angenommen, der die Druckermarke als Erster als Herkunftsmarke führte. Verwenden Sie für den normierten Sucheinstieg der Drucker- bzw. Verlegermarke den Begriff "Druckermarke" bzw. "Verlegermarke", falls zutreffend, zusätzlich einen spezifischeren Begriff aus dem <a href="https://provenienz.gbv.de/T-PRO_Thesaurus_der_Provenienzbegriffe">T-PRO Thesaurus der Provenienzbegriffe</a> und einen Urhebernamen (siehe <a href="#Normierter-Sucheinstieg">Normierter Sucheinstieg</a>).
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    Setzen Sie die Drucker- bzw. Verlegermarke mit dem Urheber und ggf. weiteren Buchdruckern, die die Marke führten, in Beziehung. Sie können weitere Informationen zur Marke (Maße, Motiv, Zeiträume, Motti) und zum geistigen Schöpfer (Künstler) erfassen (siehe <a href="#Sonstige-Merkmale">Sonstige Merkmale</a>).
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    Als Quellenreferenz für einen Normdatensatz, der eine Drucker- bzw. Verlegermarke repräsentiert, dient seine Abbildung in einer stabilen, öffentlich zugänglichen Quelle. Die Erfassung mindestens einer Abbildung im Normdatensatz ist obligatorisch. Verlinken Sie auf eine stabil adressierbare Bilddatei (Permalink) der Drucker- bzw. Verlegermarke, die z. B. in einer Digitalen Bibliothek abgelegt ist. (siehe <a href="#A015-Konsultierte-Quelle">Konsultierte Quelle</a>).
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    Für die Benennung einer Drucker- bzw. Verlegermarke wird zusätzlich zum Begriff "Druckermarke" bzw. "Verlegermarke" auf die normierten Deskriptoren des <a href="https://provenienz.gbv.de/T-PRO_Thesaurus_der_Provenienzbegriffe">T-PRO Thesaurus der Provenienzbegriffe</a>&nbsp;zurückgegriffen, um eine Einheitlichkeit zu gewährleisten. Verwenden Sie nur die Deskriptoren, die sich auf serielle&nbsp;<a href="https://provenienz.gbv.de/T-PRO_Thesaurus_der_Provenienzbegriffe#Physische_Merkmale">physische Merkmale</a> beziehen, um die Benennung einer Marke eindeutig zu gestalten.
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    <em>Erfassungsbeispiel für eine Druckermarke mit Initiale, die von Erben weiterverwendet wurde:</em>
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    <em>Erfassungsbeispiel für eine Druckermarke mit Initiale und (fehlerhaftem) Motto:</em>
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    <em>Erfassungsbeispiel für eine Druckermarke mit mehreren, fremdsprachigen Motti (zur besseren Nachvollziehbarkeit und Zuordnung ggf. nummeriert):</em>
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    <em>Erfassungsbeispiel für eine frühneuzeitliche Verlegermarke ohne Beschriftung:</em>
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    <em>Erfassungsbeispiel für eine moderne Verlegermarke mit Angabe des Künstlers:</em>
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    Bilden Sie den normierten Sucheinstieg einer Drucker- bzw. Verlegermarke aus dem Begriff "Druckermarke" bzw. "Verlegermarke", falls zutreffend, aus einem oder mehreren Deskriptoren aus dem Abschnitt&nbsp;<a href="https://provenienz.gbv.de/T-PRO_Thesaurus_der_Provenienzbegriffe#Physische_Merkmale">"physische Merkmale"</a> des T-PRO Thesaurus der Provenienzbegriffe, dem bevorzugten Namen des Urhebers der Marke sowie einer laufenden Nummer.
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    Wenn nicht klar zwischen Drucker- bzw. Verlegermarke unterschieden werden kann, verwenden Sie den Begriff "Druckermarke".&nbsp;
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    Für die Benennung kommen vor allem folgende T-PRO Deskriptoren in Frage:
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    <ul><li><a href="https://provenienz.gbv.de/index.php?title=Kategorie:Initiale&amp;oldid=70142">Initiale</a></li><li><a href="https://provenienz.gbv.de/index.php?title=Kategorie:Monogramm&amp;oldid=65589">Monogramm</a></li><li><a href="https://provenienz.gbv.de/index.php?title=Kategorie:Motto&amp;oldid=67555">Motto</a></li><li><a href="https://provenienz.gbv.de/index.php?title=Kategorie:Wappen&amp;oldid=84040">Wappen</a></li><li><a href="https://provenienz.gbv.de/index.php?title=Kategorie:Emblem&amp;oldid=65074">Emblem</a></li></ul>
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    Erfassen Sie den bevorzugten Namen des Urhebers nach den folgenden Regeln:
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    <ul><li><a href="P395">Bevorzugter Name einer Person</a>,</li><li><a href="P417">Bevorzugter Name einer Familie</a> oder</li><li><a href="P423">Bevorzugter Name einer Körperschaft</a>.&nbsp;</li></ul>
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    Die laufende Nummer ist eine fiktive Zählung. Diese Zählung spiegelt&nbsp;<strong>nicht</strong> die chronologische Reihenfolge in der Verwendung der Drucker- bzw. Verlegermarke wider. Bei der ersten erfassten Drucker- bzw. Verlegermarke wird die Zählung "01" vergeben, alle weiteren mit gleichen T-PRO-Deskriptoren erfassten Merkmale desselben Urhebers werden fortlaufend gezählt.
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    Wenn zutreffend benutzen Sie T-PRO-Deskriptoren für die Benennung der Drucker- bzw. Verlegermarke
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    Wenn zutreffend, benutzen Sie mehrere T-PRO-Deskriptoren für die Benennung der Drucker- bzw. Verlegermarke.
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    Bei Allianzzeichen mit mehreren Urhebern (z. B. Buchdrucker und Verleger), geben Sie mehrere bevorzugte Namen an (getrennt mit Semikolon Leerzeichen).
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    Wenn eine größere und kleinere Variante einer ansonsten (fast) identischen Drucker- bzw. Verlegermarke vorliegt, erfassen Sie "groß" bzw. "klein" als identifizierenden Zusatz.
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    Als zusätzlichen Sucheinstieg erfassen Sie alle Schriftelemente der Drucker- bzw. Verlegermarke <strong>in Vorlageform</strong> mit dem Zusatz "Beschriftung", "Motto", "Initiale" oder "Monogramm". Beachten Sie die Regel unter <a href="RDA-A-UEBER">Allgemeines: Übertragen</a>. Erfassen Sie gegebenenfalls Beschriftungen zusätzlich in normierter Form. Ergänzen Sie dann "Beschriftung normiert" als identifizierenden Zusatz. Beachten Sie für nicht-lateinische Schriftelemente die Regeln unter&nbsp;<a href="RDA-A-SPRCH#Elemente-auf-Werk-und-Expressionsebene">Allgemeines: Sprache und Schrift: Elemente auf Werk- und Expressionsebene</a>. Ergänzen Sie bei transliterierten Schriftelementen "Transliteration der Beschriftung / des Mottos / der Initiale / des Monogramms". Erfassen Sie bei nicht deutschsprachigen Motti gegebenenfalls zusätzlich die deutsche Übersetzung des Mottos. Ergänzen Sie dann „Übersetzung des Mottos“.
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    Schriftelemente in Originalschrift können Sie in der Beschreibung der Drucker- bzw. Verlegermarke mit dem entsprechen Schriftcode nach <a href="http://www.unicode.org/iso15924/codelists.html">ISO 15924</a> erfassen.
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    Mit der Drucker- bzw. Verlegermarke in Beziehung stehender Akteur
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    Erfassen Sie den Urheber der Drucker- bzw. Verlegermarke (wenn noch nicht vorhanden) als Normdatensatz für eine Person, eine Familie oder eine Körperschaft. Erfassen Sie die Beziehung zwischen dem Urheber und der Drucker- bzw. Verlegermarke sowohl im Normdatensatz des Akteurs als auch im Normdatensatz der Marke.
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    Sind die Urheber nicht zuverlässig identifizierbar, wird keine Beziehung hergestellt. Erfassen Sie in diesem Fall eine redaktionelle Bemerkung "Urheber unidentifiziert".
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    Weitere Buchdrucker und Verleger als Signetführer
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    Bei einer Drucker- bzw. Verlegermarke, die von weiteren Buchdruckern oder Verlegern unverändert nachgenutzt bzw. übernommen wurde (Erbe, Ankauf etc.), erfassen Sie die Beziehung zwischen den Akteuren und der Marke sowohl im Normdatensatz des Akteurs als auch im Normdatensatz der Marke. Ergänzen Sie gegebenenfalls den Zeitraum der Verwendung sowohl als Anmerkung zu der Beziehung als auch als eigenständigen Verwendungszeitraum (siehe <a href="#Verwendungszeitraum">Verwendungszeitraum</a>).
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    Ist der Künstler (z. B. Stecher), der eine Drucker- bzw. Verlegermarke geschaffen hat, bekannt, erfassen Sie die Beziehung zum Normdatensatz, der den Künstler repräsentiert. Stellen Sie keine reziproke Beziehung im Normdatensatz, der den Künstler repräsentiert, her.
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    Erfassen Sie bei Hof- oder Universitätsbuchdruckern, die das Wappen o. ä. einer Person, einer Familie, einer Gebietskörperschaft oder einer Institution in der Druckermarke verwendeten, die Beziehung zum Normdatensatz, der die Person, Familie oder Körperschaft repräsentiert. Stellen Sie keine reziproke Verlinkung im Normdatensatz, der die Person, Familie oder Körperschaft repräsentiert, her.
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    Mit der Drucker- bzw. Verlegermarke in Beziehung stehender Zeitraum
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    Erfassen Sie, wenn ermittelbar, den Zeitraum, in dem die Drucker- bzw. Verlegermarke durch den Urheber verwendet wurde. Wurde die Marke nachfolgend durch weitere Akteure verwendet, erfassen Sie jeweils den Zeitraum der Verwendung und den Verwender.
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    Berücksichtigen Sie Verwendungszeiträume durch nachfolgende Buchdrucker oder Verleger zusätzlich bei der Erfassung der Beziehung zu diesen (siehe <a class="ref" href="#Weitere-Buchdrucker-und-Verleger-als-Signetfuhrer">Weitere Buchdrucker und Verleger als Signetführer</a>).
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    Mit der Drucker- bzw. Verlegermarke in Beziehung stehender Allgemeinbegriff
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    Erfassen Sie den Sachbegriff "Druckermarke" bzw. "Verlegermarke" als instanziellen Oberbegriff. Die Erfassung des Oberbegriffs ist obligatorisch.
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    Erfassen Sie ein dargestelltes Motiv.&nbsp;
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    Als Quellenreferenz für einen Normdatensatz, der eine Drucker- bzw. Verlegermarke repräsentiert, dient seine Abbildung in einer stabilen, öffentlich zugänglichen Quelle. Verlinken Sie auf eine stabil adressierbare Bilddatei (Permalink) der Marke, die z. B. in einer Digitalen Bibliothek abgelegt ist. Erfassen Sie die Bildquelle mit der einleitenden Wendung "Bild".
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    Wenn zutreffend, können Sie weitere Quellenreferenzen für Varianten erfassen, beispielsweise wenn die Druckermarke in einem Rahmenornamente gedruckt wurde, koloriert ist oder der Druckstock Abnutzungsspuren aufweist.
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    Erfassen Sie als zusätzliche Quelle die Angabe von Standort (ISIL) und Signatur der für das Image verwendeten Vorlage in standardisierter Form. Ergänzen Sie gegebenenfalls zusätzlich den Identifikator eines öffentlich zugänglichen Referenzsystems wie GW oder VD 16/17/18.
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    Die Angaben mindestens eines Bildnachweises und das Nachweisen der Vorlage sind obligatorisch.&nbsp;
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    Als weitere Nachweise sind ggf. die priorisierten Nachschlagewerke der&nbsp;<a href="https://d-nb.info/1234497557/34">Liste der fachlichen Nachschlagewerke für die Gemeinsame Normdatei (GND)</a> zu zitieren. Für Nachschlagewerke aus der "Liste der fachlichen Nachschlagewerke für die Gemeinsame Normdatei (GND)" werden die dort vorgegebenen Abkürzungen verwendet.
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    Wird eine Quelle benötigt, die nicht in der "Liste der fachlichen Nachschlagewerke für die Gemeinsame Normdatei (GND)" aufgeführt ist, muss die Quellenangabe in einer eindeutigen bibliografischen Form erfolgen. So wird sichergestellt, dass die Quelle eindeutig aufzufinden ist. Dies gilt analog für Internetadressen.
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    Erfassen Sie die Abmessungen der Drucker- bzw. Verlegermarke in der Form Höhe mal Breite ohne Spatien. Geben Sie auch bei runden oder ovalen Marken den Durchmesser in Höhe mal Breite an. Verwenden Sie als Maßeinheit Millimeter. Wenn zutreffend, können Sie mehrere Maße mit entsprechender Spezifikation vor der Maßangabe erfassen (Platte, Motiv, Motto, mit Rahmen). Messen Sie die jeweils größten Distanzen der bedruckten Bestandteile des Merkmals.
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    Die Maßangabe beginnt immer mit der einleitenden Wendung "Maße:".
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    Bei Drucker- bzw. Verlegermarken handelt es sich z. T. um komplexe Bildmotive. Erfassen Sie das Motiv in strukturierter oder in unstrukturierter Form als verbale Bildbeschreibung.&nbsp;Für die Beschreibung in strukturierter Form verwenden Sie&nbsp;<a href="https://iconclass.org/de/_">ICONCLASS</a>-Notationen und die deutsche verbale Beschreibung nach ICONCLASS. Erfassen Sie den Link zur Notation. Ergänzen Sie ggf. Informationen zu Stilrichtung und Drucktechnik.
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    Die Motiv-Beschreibung beginnt immer mit der einleitenden Wendung "Motiv:".
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    Wenn Informationen über Künstler, Stecher etc., die an der Gestaltung der Marke beteiligt waren, vorliegen und diese nicht hinreichend für die eindeutige Identifizierung des Künstlers sind, können Sie diese ggf. verbal erfassen.
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    Aber: Wenn der Künstler eindeutig nachgewiesen ist und ein Normdatensatz vorliegt bzw. angelegt werden kann, erfassen Sie den Künstler als in Beziehung stehender Akteur (siehe <a href="#Kunstler">Künstler</a>).
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