Grundlegendes zu RDA (Q8476)
Version vom 21. Februar 2023, 07:52 Uhr von Nadine Brede (Diskussion | Beiträge) (Aussage erstellt: Property:P7: Die Anpassung an das LRM war der Auslöser für eine erhebliche Umgestaltung von RDA im "RDA Toolkit Restructure and Redesign Project" (3R-Projekt) in den Jahren 2016 bis 2020. Die neue Fasssung wurde auf einer modernen Online-Plattform veröffentlicht, die nunmehr als das offizielle "RDA Toolkit" bezeichnet wird. Im Vergleich zum ursprünglichen Standard lässt die aktuelle Fassung den jeweiligen Anwendergemeinschaften erhebliche Freiheiten bei der konk…)
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| Sprache | Bezeichnung | Beschreibung | Auch bekannt als |
|---|---|---|---|
| Deutsch |
Grundlegendes zu RDA
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Aussagen
RDA-A-
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Formalerschließung allgemein
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Formalerschließung allgemein
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Bei der Formalerschließung (auch "Katalogisierung") geht es darum, Ressourcen gemäß festgelegten Regeln nach äußerlichen, formalen Kriterien zu beschreiben und auffindbar zu machen. Formale Aspekte sind z. B. bei einem gedruckten Buch der Autor bzw. die Autorin, der Titel, der Verlag, das Erscheinungsdatum, der Umfang und die ISBN. Im Kontext der Formalerschließung werden nicht nur die Ressourcen selbst beschrieben, sondern auch andere Arten von Entitäten wie Personen und Körperschaften, die mit ihnen in Beziehung stehen (z.B. als Autor*innen, Übersetzer*innen oder herausgebende Organe).
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Im Zuge der Formalerschließung sollen Ressourcen und andere benötigte Entitäten zum einen so beschrieben werden, dass man sie eindeutig identifizieren und von anderen, möglicherweise sehr ähnlichen Ressourcen bzw. Entitäten unterscheiden kann. Die Beschreibung soll dabei auch eine Art Abbild bzw. Surrogat des jeweiligen Objekts bieten, anhand dessen man sich ein gutes und genaues Bild davon machen kann. Zum anderen ermöglicht es die Formalerschließung, Ressourcen bzw. andere Entitäten gemäß bestimmten formalen Aspekten zu finden bzw. zu selektieren.
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m Zuge der Formalerschließung sollen Ressourcen und andere benötigte Entitäten zum einen so beschrieben werden, dass man sie eindeutig identifizieren und von anderen, möglicherweise sehr ähnlichen Ressourcen bzw. Entitäten unterscheiden kann. Die Beschreibung soll dabei auch eine Art Abbild bzw. Surrogat des jeweiligen Objekts bieten, anhand dessen man sich ein gutes und genaues Bild davon machen kann. Zum anderen ermöglicht es die Formalerschließung, Ressourcen bzw. andere Entitäten gemäß bestimmten formalen Aspekten zu finden bzw. zu selektieren.
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Die bei der Formalerschließung erfassten Informationen sind ein Beispiel für sogenannte Metadaten, also strukturierte Informationen über Informationsobjekte, die u. a. das Retrieval unterstützen.
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Resource Description and Access (RDA)
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RDA steht für "Resource Description and Access", d. h. Beschreibung von und Zugang zu Ressourcen. Der Kern von RDA besteht in einer umfangreichen Auflistung von Elementen in Form eines "Datenwörterbuchs" mit zugehörigen Regelungen für deren Erfassung und z. T. Wertelisten. Bei den Elementen wird zwischen Merkmalen und Beziehungen unterschieden (siehe <a href="../entries/P8446">Allgemeines: Beziehungen</a>). Mit Hilfe der Vorgaben aus RDA können Katalogisierende Informationen über die in RDA definierten Entitäten erfassen. Mit diesen Metadaten werden die Entitäten beschrieben und auffindbar gemacht.
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Geschichte und Bedeutung des Standards RDA
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RDA wurde als Nachfolger der "Anglo-American Cataloguing Rules" in der 2. Auflage (AACR2) entwickelt und zuerst 2010 online im sogenannten "RDA Toolkit" veröffentlicht. Dieses wird heute als "Original RDA Toolkit" bezeichnet. Anders als AACR2 wurde RDA bewusst als internationaler Standard geplant. RDA wurde in verschiedene Sprachen übersetzt und wird aktuell in zahlreichen Ländern auf der ganzen Welt angewendet. Mit dieser Internationalisierung war die Hoffnung verbunden, die internationale Zusammenarbeit und insbesondere den Austausch und die Nachnutzung von Katalogisaten über Landesgrenzen hinweg zu verbessern.
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Ein weiterer Grund für die Entwicklung eines neuen Standards war, dass ältere Regelwerke wie die AACR2 oder die früher in Deutschland und Österreich angewendeten "Regeln für die alphabetische Katalogisierung an wissenschaftlichen Bibliotheken" (RAK-WB) noch aus der Zeit der Zettelkataloge stammten und für diese optimiert waren. Es war auch nicht immer einfach, moderne Typen von Ressourcen damit zu beschreiben; auch waren diese Regelwerke nicht auf die Bedürfnisse des Semantic Web ausgerichtet. Dessen Grundidee ist es, Daten im Internet so zur Verfügung zu stellen, dass auch Maschinen sie verstehen und automatisch weiterverarbeiten können.
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RDA basierte zunächst auf dem theoretischen Modell der "Functional Requirements for Bibliographic Records" (FRBR). Mittlerweile wurden FRBR und die damit verwandten Modelle "Functional Requirements for Authority Records" (FRAD) und "Functional Requirements for Subject Authority Records" (FRSAD) harmonisiert und zu einem umfassenden "Library Reference Model" (LRM) weiterentwickelt.
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Die Anpassung an das LRM war der Auslöser für eine erhebliche Umgestaltung von RDA im "RDA Toolkit Restructure and Redesign Project" (3R-Projekt) in den Jahren 2016 bis 2020. Die neue Fasssung wurde auf einer modernen Online-Plattform veröffentlicht, die nunmehr als das offizielle "RDA Toolkit" bezeichnet wird. Im Vergleich zum ursprünglichen Standard lässt die aktuelle Fassung den jeweiligen Anwendergemeinschaften erhebliche Freiheiten bei der konkreten Ausgestaltung ihrer Erschließungspraxis.
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